Begriffsklärung

Allem Sprechen voraus begegnet mir der Andere in seinem Antlitz. (Levinas, 1983, zit. in: Waibel, 2017, S. 224)

Wie werden Heranwachsende ermutigt, ihre Potenziale, d.h. ihre Persönlichkeit zu entfalten? Wie wird ihre Verantwortung für sich selbst und andere angeregt? Wie wird ihre Bereitschaft gefördert, sich auf die Herausforderungen des Lebens einzulassen?

Existenzielle Pädagogik stellt sich diesen Fragen auf den Grundlagen der Existenzanalyse nach Viktor Frankl (1905-1997). Existenzanalytisches Personverständnis baut auf dem Begriff der „Freiheit“ als Wesensmerkmal und Grundgegebenheit des Menschen auf, die ihn fähig macht, zu handeln. Durch Arbeit an der eigenen Person kann sie „als Entscheidung und Verantwortung für etwas und vor etwas verwirklicht“ werden (Waibel, S. 46).

Das Leben fragt nach dem Einzelnen und seiner Verantwortung. (Waibel 2017, S. 48)

Antwort macht uns verantwortlich. Inneres Zwiegespräch (Selbstdistanzierung/Reflexion/Humor) kann neue Perspektiven eröffnen. Wenn die innere Zustimmung zu einer Sache nicht gegeben ist, wird die Handlung als „entleerend“ erlebt und der Mensch brennt aus.